Der Mensch sei ein Mängelwesen, schrieb der Philosoph Arnold Gehlen 1940. Darin scheint der Fortschrittsmythos zu gründen: Weil seine in der Evolution entwickelten Organe zu schwach sind, versucht der Mensch, diesen Mangel mittels Technik auszugleichen. Dumm nur: Zahlreiche Probleme, denen er sich gegenübersieht, hat der Mensch sich selbst eingebrockt. Also setzt er seine technische Fantasie in Bewegung, um ein Ding zu erfinden, das es besser kann als er. Und immer nagt der Zweifel weiter: Ist das schon gut genug, oder kann man das noch besser machen? Zum Beispiel: die Toilette.