Am Anfang drei Fragen

1. Woher kommt unser Anlehnungsbedürfnis?

Die geschilderten Affenexperimente fanden ab 1957 unter der Leitung des Psychologen Harry Harlow an der University of Wisconsin statt. Von Harlows Leben und Arbeit berichtet die amerikanische Wissenschaftsjournalistin Deborah Blum in "Die Entdeckung der Mutterliebe. Die legendären Affenexperimente des Harry Harlow".

Dieser Text stammt aus dem ZEIT WISSEN Magazin 3/19. Das aktuelle Heft können Sie am Kiosk oder hier erwerben.

Udo Rudolph ist Professor für Allgemeine und Biopsychologie an der TU Chemnitz und erforscht unter anderem moralische Emotionen und Verhalten sowie sozio-emotionale Kompetenzen bei Kindern.

Norbert Sachser leitet die Abteilung für Verhaltensbiologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Er erforscht Verhalten und Sozialstrukturen am Beispiel der Meerschweinchen. In seinem Sachbuch "Der Mensch im Tier" hat er sich mit dem Denken und Fühlen vieler Tierarten auseinandergesetzt.

Berührungen und soziale Kontakte halten gesund. Das haben mehrere Studien zum Thema ergeben.

3.  Haben Häuser eine Seele?

Aufräumexpertin Marie Kondo empfiehlt in ihrem Buch "Magic Cleaning – Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert", sein Haus zu begrüßen. Damit erwiese man ihm Ehre und Dankbarkeit.

Der Theologe Haringke Fugmann beschäftigt sich in einem Dossier mit dem weltanschaulichen Hintergrund des Buches "Magic Cleaning" von Marie Kondo. Er beleuchtet das Aufräumen als heilige Handlung.

Joachim Fischer hat aus Sicht der Architektursoziologie erforscht, inwiefern Häuser eine Seele besitzen und u.a. diesen Beitrag dazu verfasst.

Josef Freitag bildet Priester aus und beschäftigt sich auch mit Fragen wie "Haben Gegenstände eine Seele?".

Im Shintoismus, einer Art Volksglauben in Japan, existiert die Vorstellung, dass alle Dinge lebendig sind. In einer Online-Enzyklopädie kann man etwas über die verschiedenen Shinto-Rituale finden.

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Lass Dich nicht täuschen!

Buchtipps zum Thema Täuschen, Bullshit und Getäuscht-werden:

Dan Ariely: "Die halbe Wahrheit ist die beste Lüge" (Droemer Verlag)

David Robson: "The Intelligence Trap: Why smart people do stupid things and how to make wiser decisions" (Hodder & Stoughton)

Harry Frankfurt: "Bullshit" (Suhrkamp) und "Über die Wahrheit" (Hanser)

Die Studie der Hirnforscher mit dem Zauberer Thomas Fraps ist hier im Original nachzulesen. Vielen Dank an Helge Thun für ein Hintergrundgespräch über Täuschen und Zaubern.

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Den Geist entrümpeln

In seinem Ratgeber "The organized mind" gibt der Kognitionspsychologie Daniel Levitin fundierte Tipps für mehr Ordnung im Kopf.

Drehbuchautoren und Physiker hatten bessere Einfälle, wenn sie ihre Gedanken schweifen ließen, statt sich aktiv mit dem Problem zu beschäftigen.

Das Ruhemodusnetzwerk im Gehirn, das mit dem Tagträumen assoziiert ist, kommt beim Betrachten von Kunst und beim Hören von trauriger Musik in Gang.

Ein Paper des Psychologen Anselm Doll beschreibt das typische Aktivierungsmuster im Hirn während einer Atemmeditation.

Der Wirtschaftswissenschaftler Martin Hilbert berechnete mehrmals die Datenmenge, die auf der Erde kursiert, und half ZEIT Wissen, eine anschauliche Analogie dafür zu finden.

Eine Umfrage ergab 2014, dass sich drei Viertel der Menschen in Industrieländern einen überschaubareren Alltag wünschen.

Eine Studie zeigt: Wer am Abend eine To-do-Liste schreibt, schläft schneller ein.

Menschen lösen ein moralisches Dilemma anders, je nachdem, in welcher Sprache es ihnen vorgelegt wird. Hier am Beispiel des berühmten Gleisexperiments.

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108-mal Frühling

Ein Spaziergang durch die Fakten der schönsten Jahreszeit

Die Zahl der Suizide Im Frühling in Deutschland ist überraschend hoch, aber auf die Gesundheit hat die Natur einen positiven Einfluss, was sich an den Sterberaten zeigt.

Der Nabu bereitet Fakten über den Zaunkönig und andere heimische Singvögel auf.

Das Max-Planck-Institut für Ornithologie veröffentlicht regelmäßig Beiträge über die heimische Vogelwelt auch in der Stadt.

Der Geruchsforscher Hanns Hatt weiß, wie der Frühling riecht.

Der Deutsche Wetterdienst sammelt auch Daten darüber, wo in vergangenen Jahren in Deutschland das Frühjahr besonders warm und regenarm gewesen ist.

Der Küstenforscher Karsten Reise untersucht am Alfred-Wegener-Institut auf Sylt, was im Frühling in der Nordsee geschieht.  

Robert Marsham hat im 18. Jahrhundert gelebt und eine der längsten phänologischen Kalender geführt. Die längste phänologische Messreihe jedoch stammt aus Japan – die der Kirschblüte.

Eine Auswahl von Natur-Büchern mit vielen interessante Fakten über den Frühling:  

Karsten Brensing: Die Sprache der Tiere. Aufbau Verlag 2018.

David G. Haskell: Das verborgene Leben des Waldes. Kunstmann 2015.

Katharina Henne / Lore Otto: Hamburgs wilde Küche. KJM Buchverlag 2016.  

Renato Bruni: Was ist denn da im Busch? Wissenschaft im Garten. Atlantik 2017.

Elin Unnes: Gartenverrückt. Lebensweisheiten und botanische Tricks von unsterblichen Gartengenies. Atlantik 2019

Tristan Gooley: Der natürliche Kompass. Piper 2018.

Peter Wohlleben: Gebrauchsanweisung für den Wald. Piper 2017.

Gabriella Pape: Warum blüht mein Flieder nicht? Dumont 2018.

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Die großen Denkschulen

Das legendäre Interview von Günter Gaus mit Hannah Arendt muss man gesehen haben:

https://www.youtube.com/watch?v=J9SyTEUi6Kw

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Die Zumutung

Eine kompakte Analyse zu Grenzwerten angesichts der jüngsten Diskussion um Feinstaub und Stickoxide haben die Toxikologen Andrea Hartwig (Vorsitzende der NNAK-Kommission) und Peter Drexler in ASU Zeitschrift für medizinische Prävention 10/2017 verfasst.

Wer sich genauer für die Geschichte von Grenzwerten interessiert, dem sei dieses Buchkapitel von Dennis Paustenbach, Dallas Cowan und Jennifer Sahmel von 2011 empfohlen.

Interessante Fallbeispiele aus der Praxis, wie Grenzwerte abgeleitet werden, gibt es in dem Symposiumsbericht "Grenzwerte für chemische Einwirkungen an Arbeitsplätzen" (BIA-Report 4/98).

Das Bundesinstitut für Risikobewertung BfR setzt sich im Wissenschaftsbericht 2/2009 mit dem Unterschied zwischen Risiko und Gefährdung und der Wahrnehmung von beiden in der Bevölkerung auseinander.

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Bücher

Wir danken der Lindauer Nobelpreisträgertagung für Unterstützung bei unserer Rubrik "Das lesen Nobelpreisträger".

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