Wer laut schreit, der muss nicht unbedingt schwer verletzt sein. Sagt Stefan Kappus. Der hat schon viele Menschen schreien gehört. Erst als Mitarbeiter des Malteser-Rettungsdienstes, da war er gerade mal 18, und später mehr als 30 Jahre lang als Hubschrauber-Notarzt. Heute ist Kappus 64 Jahre alt und ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes der Feuerwehr Hamburg. Er sagt: "Bei einem Notfall hat jeder eine Vorstellung, was sein könnte. Da kann man sich leicht vertüddeln." Deshalb haben die Experten das Lebenretten übersichtlicher gemacht, und auch Nichtmediziner können sich davon etwas abgucken. So wie wir alle voneinander etwas lernen können. Jeder weiß etwas, das sich lohnt, weitergegeben zu werden. In dieser Serie versuchen wir, die Expertise ganz unterschiedlicher Menschen zu erschließen.