Marion Gräfin Dönhoff (1909-2002)
Es war mehr ein Zufall, dass auch die 36 Jahre alte Marion Gräfin Dönhoff 1946 ihren Weg zur ZEIT fand. Ein Memorandum, verfasst für einen englischen Offizier, das diesen aber nie erreichte, dafür aber im Hamburger Pressehaus landete, fand sofort den Gefallen der ZEITLeute. Marion Dönhoff reiste an, erhielt ein Salär von 600 Mark monatlich und war fortan nicht mehr wegzudenken.

In der Ausgabe Nummer 5 stellte sie sich den Lesern mit zwei Beiträgen vor. Der englische Zensor verbat es sich, ihm weismachen zu wollen, dass der Artikel Totengedenken von "diesem jungen Mädchen" geschrieben sei. Ihr zweiter Artikel hieß Ritt gen Westen . Ende Januar 1945 war Marion Gräfin Dönhoff auf Ihrem Fuchswallach Alarich nach Westen geflohen.

Ihr Ritt von Ostpreußen nach Westfalen dauerte sieben Wochen. Ihr Bericht wurde der Grundstock für ein Buch, das zum Best- und Longseller werden sollte: Namen, die keiner mehr nennt .

Von Haug von Kuenheim

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