So auch im letzten Jahr. Und damit kommen wir zum dritten und vorläufig letzten Teil der "Early Eighties". Dieser Teil ist die Aufforderung zu dem, was manche bereits in den Kommentaren gestartet haben: Schreibt die Geschichten fort! Ergänzt eure eigenen, denn wer in den frühen 80ern geboren ist, will und kann mit anderen zusammen ein Werk schaffen.Okay, genug der Predigt, hier nochmal drei Häppchen von mir:GeschwisterSie sind einfach wunderbar. Wunderbar grauenhaft. Weibliche Geschwister sind wirklich schlimm. Irgendwann, kurz vor dem ersten humanoiden Freund, fangen sie plötzlich an, Pferdemagazine zu lesen. "Wendy" oder "Conny" heißen sie - die Magazine, nicht die Schwestern. Zwar haben sie kein eigenes Pferd. Aber die Begeisterung für den laufenden Sauerbraten ist ihnen nicht zu nehmen. Pferdeschwänze, Pferdemädchen, Pferdegebisse: Alles im Rahmen des üblichen. Auf jeden Fall muss ein Striegelset her - also Bürsten und sonstwas für das imaginäre Pferd. Und irgendwann übernehmen sie Patenschaften für altersschwache Voltigierpferde, misten Boxen im Reitverein aus und stinken nach Ackergaul. Zum Glück geht diese Phase irgendwann vorbei.Kennst Du "die Birne"?Politik ist hässlich. Sie hat das Gesicht von Birgit Breuel und die Figur von Helmut Kohl. Der regierte das Land bei der Geburt, oder zumindest kurz danach. Ziemlich unsympathisch, der Herr. Bleibt die Frage nach Alternativen. Die Spitzmaus aus dem Saarland? Die radfahrende "Ziege" (Titanic) aus Rheinland-Pfalz? Politik ist lange Zeit farb- und gesichtslos. Abgesehen vom dicken Oggersheimer. Die 80-83 geborenen greifen lieber nicht mehr zu Parteien. Wer etwas will, zum Beispiel die Welt retten, geht nicht in die Junge Union. Sondern zu Greenpeace oder zur BUND-Jugend. Parteien sind was für Opas. Dass das so nicht stimmt, geht den meisten erst heutzutage auf. Fast schon zu spät. Die Birne ist mittlerweile weg - und Birgit Breuel auch.Lass uns schmutzig Liebe machenDer Titel des Abschnitts ist geklaut. Aus einem Lied der geschätzten "Schröders". Geht weiter mit "Alle diese wilden Sachen, die man nur aus Filmen kennt, die man nie beim Namen nennt". Sex ist wunderbar. Die ersten Erfahrungen werden früh gesammelt. Jungs machens sich gemeinsam gemütlich - jeder für sich natürlich. "Die guten Seiten sind schon weg", lautet der Spruch, mit dem auf Klassenfahrten Praline, Coupe und Playboy weitergereicht werden. Jeder 12-jährige tut so, als ob er Pamela Andersons Hängebalkon total faszinierend fände. Realer Sex ist ungleich unspektakulärer als die Pornofilme, die irgendwann ind er Zeit zwischen Theresa Orlowski und Gina Wild entstanden sind. Macht aber ungleich mehr Spaß. "Tina, was kosten die Kondome?" ist der Slogan für die ersten Erfahrungen. Alle Mädchen nehmen die Pille. Alle Jungs kaufen Kondome in Übermengen. Manche haben bis heute Restbestände mit Perforationsdatum 1997 im Schrank.