Euer neues Album „You can´t imagine how much fun we’re having“ wird allgemein gefeiert. Siehst Du selbst einen großen Unterschied zum Vorgänger?

Ich weiß nicht, ob die Leute es bemerkt haben, aber wir haben auf diesem Album nur 13 Songs zusammen gebracht. Früher wollten wir immer die gesamten 80 Minuten voll machen, selbst wenn einzelne Songs nicht zwingend waren. Wir waren uns dessen auch bewusst, dachten aber, dass man den Leuten eben alle Kinder zeigen sollte – auch die hässlichen, dummen, die man sonst im Keller versteckt. Wir wollten sie auf dem Familienfoto.

Das neue Aceyalone -Album zum Beispiel ist auch kompakter. Ein Trend?

In den späten 80ern war es immer so. Die Einzigen, die immer zu viel auf der Platte hatten, waren De La Soul und Public Enemy . Die meisten Anderen hatten zehn Songs, die in der Regel auch prima auf eine Seite eines Tapes gepasst haben. Zwei Tracks waren dann meistens noch DJ-Songs. Rakim rappte auf acht Tracks! Ich denke, es ist gut, dass die Leute wieder dazu zurückkehren. Das, was wir erlebt haben, hing auch mit der digitalen Explosion zusammen. Besonders Leute im Independent-Bereich dachten oft „Ich habe nur tausend Kopien von dieser CD, die ich für zehn Dollar verkaufe. Also gebe ich den Leuten wenigsten so viel Stuff wie möglich“. So dachten wir auch.

Viele Kritiker schreiben zurzeit, dass Ihr mit dem neuen Album zu Euren Wurzeln zurück kehrt, während „Seven´s Travels“ [2003] als nicht so „edgy“ empfunden wurde. War das Euer Plan?

Ich weiß nicht, ob wir jemals smart genug waren, um wirklich einer Agenda zu folgen. Anthony und ich sind einfach zwei Nerds, die gerne Musik machen. Es kann schon sein, dass dieses Album meine unbewusste Reaktion auf „Seven´s Travels“ ist, das ich etwas als meine De La Soul -Platte betrachte. Ich wollte damals singen, dämliche Skits und eine Platte machen, die mich an das Gefühl des Tourens erinnert. Auf Tour bin ich mit einem Haufen Verrückter unterwegs, denen es immer noch Spaß macht, die Blumendeko einer Bar in ihrem Mantel verschwinden zu lassen, nur um vor der Tür festzustellen, dass sie gar nichts damit anfangen können.