Drei Dinge, die aus einer Schülerzeitung etwas Besonderes machen?

Nico Semsrott: Zuerst ist es die Freiheit, selbst zu gestalten und etwas Neues zu schaffen, was besonders im Umfeld Schule ein immens hohes Gut ist. Zweitens bringt Engagement mit Gleichgesinnten unheimlich viel Spaß und gibt einem viel mehr, als der Frontalunterricht es je könnte und drittens ist es die Möglichkeit, seine Neugierde auszuleben. Schülerzeitung machen ist einfach geil!

Deine ehemalige Schule möchte keine Inhalte in ihrer Schülerzeitung haben, die nicht vorher durch Lehrer kontrolliert wurden. Wieso das Misstrauen?

Bevor es zur Gründung der unabhängigen Schülerzeitung an unserer Schule kam, wurde auch die von einem Lehrer geleitet. Der wollte bestimmte Artikel gegen unseren Willen aufnehmen und drohte uns Schülern, die Veröffentlichung der Ausgabe durch die Schulleitung zu untersagen, falls wir seinem Wunsch nicht nachkämen. Wir wollten uns nicht bevormunden lassen und machten deshalb unser eigenes Ding.

Das Misstrauen der Schulleitung kommt denke ich aus einer großen Unsicherheit heraus. Den Verantwortlichen mangelt es an Selbstvertrauen. Zensoren haben immer Angst und müssen diese Schwäche durch eine vermeintliche Demonstration von Stärke überdecken, wie zum Beispiel mit der Androhung von Schulrauswurf in unserem Fall.