Gegen Ende des Sommers folge ich meinem besten Freund Karl nach Barcelona. Wir planen ein Party-Wochenende um uns den Beginn des Semesters zu versüßen. Leicht und exzessiv soll es werden. Doch was ich sehe und erlebe, wird mich traurig machen. Nach diesem Wochenende werde ich mich entschließen, nur noch nützliche Reisen zu machen, zum Arbeiten beispielsweise, oder zur Erholung. Ich beschließe: "Ab jetzt lebe ich sinnvoll.

Karl fliegt einen Tag eher als ich, denn ich muss arbeiten. Am Morgen meines Abflugs weckt mich mein eigener Schrei. Ich habe zu tief geschlafen und die Wecker nicht gehört. Als ich zwei Stunden zu spät in Schönefeld ankomme, bleibt mir nichts anderes übrig, als zähneknirschend meinen Flug um einen Tag zu verschieben und die Zeit so gut es geht zu nutzen. Die Nacht verbringe ich mit Freunden in den Clubs von Berlin: im LoveLite, im Weekend, und zu letzt wie immer im Café Burger. Es wird bereits hell, als ich nach Hause komme. Schnell packe ich meinen Kram und gehe wieder los.

Als ich in Barcelona ankomme, regnet es. Das Wetter ist herbstlich aber warm. Ein Taxi bringt mich hinauf nach Tibidabo. Im ersten Stock sehe ich Karl. Er steht ohne T-Shirt am Fenster und raucht. Die Wohnung gehört Albertos Freundin Sabrina. Der Fernseher läuft. Auf dem Tisch liegen einige Beutel Kokain und MDMA, ein klumpiges Pulver mit der Farbe von Meersalz.