Wozu braucht man ein analoges Festival, wo sich doch jeder diese Musik im Netz herunterladen und anhören kann?

Um die Bewegung bekannter zu machen. Das funktioniert am besten über Events und Konzerte. Viele Leute haben keine Lust, im Netz nach Musik zu graben. Denen wollen wir zeigen, dass es so etwas gibt. Andererseits machen wir das, um den Leuten aus der Netzmusik-Szene die Möglichkeit zu geben, aufzutreten. Netlabel sind ja ein internationales Phänomen. Trotzdem sieht man hier sonst kaum einen Künstler von außerhalb. Wir wollten dieses internationale Netzwerk mal komprimiert in zwei Tage packen.

Ist es auch für die Szene selbst wichtig, sich von Angesicht zu Angesicht zu treffen?

Sicher, aber bei unserem Festival ist das nicht der zentrale Aspekt. Wir wollen eher die Leute außerhalb dieser Szene ansprechen und sie als Publikum für Netzmusik gewinnen.

Nach welchen Kriterien habt ihr die Künstler ausgewählt?

Wir wollten sowohl lokale als auch internationale Künstler nach Zürich bringen. Weil wir damit schon früher gute Erfahrungen gemacht haben, wollten wir außerdem nicht nur Acts für den Klub, sondern auch ruhigere. Zudem sollten verschiedene elektronische Richtungen zu sehen sein. Und natürlich hatten wir alle unsere persönlichen Favoriten.