Henryk M. Broder ist Journalist und Publizist, schreibt unter anderem für den Spiegel und den Berliner Tagesspiegel . Er wurde zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Kattowitz geboren, seine Eltern waren Juden. In seinen Artikeln und Büchern beschäftigt er sich vor allem mit dem Nationalsozialismus, dem Judentum, der Entwicklung der poltischen Linken in Deutschland.

Seine Ansichten sind umstritten. Für manche ist er einer, der die richtigen Fragen stellt, für die anderen ein Populist. Provoziert hat Henryk M. Broder vor allem mit seinen Thesen über die Ausbreitung des Islamismus und die Reaktion des Westens, die seiner Ansicht nach einer Kapitulation gleichkommen: Wer Selbstmordattentate und wütende Menschenmengen nicht als Provokation auffasst, sondern mit Verständnis versucht, eine Eskalation zu verhindern, würde den Radikalen nur in die Hände spielen.

Im Juni soll er den Ludwig-Börne-Preis für besondere Leistungen im Bereich Essay, Kritik und Reportage erhalten. Der diesjährige Juror Helmut Markwort (Chefredaktuer des Focus ) nannte ihn einen "freien Geist, der leidenschaftlich und feurig schreibt".

Sophie Krempl-Klieeisen hat mit Henryk M. Broder über sein neues Buch, modernen Antisemitismus und Anarchisten gesprochen.

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