Im November vergangenen Jahres haben die Innenminister der Bundesländer einen Beschluss gefasst, der für viele Asylsuchende in Deutschland neue Hoffnung bedeutete. Fast 180.000 Ausländer leben hier, die zwar nicht abgeschoben werden können, denen aber auch das Bleiberecht verweigert wurde, weil die Lage in ihren Heimatländern sich irgendwann auch wieder bessern könnte.

Die neue Regelung besagte: Wer seit mindestens sechs Jahren in Deutschland lebt und bis zum 30. September 2007 eine Arbeitsstelle vorweisen kann, darf bleiben. Doch schon damals war klar, dass der Kompromiss später in ein Gesetz gegossen werden sollte. Den Entwurf für dieses Gesetz hat Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble gemeinsam mit der SPD ausgehandelt und noch weiter gehende Zugeständnisse gemacht.

Doch diese großzügige Regelung wollen die CDU-geführten Bundesländer verhindern, der bayerische Innenminister Günther Beckstein hat angedroht, den Gesetzentwurf ganz zu blockieren .

Die Debatte dreht sich jetzt um zwei Fragen: Bekommen die Betroffenen schon während der Arbeitssuche eine Aufenthaltserlaubnis, oder bleiben sie nur geduldet? Und sollen sie noch zwei weitere Jahre Zeit bekommen oder entscheidet sich ihr Schicksal im September dieses Jahres?

Darüber, welche Konsequenzen diese Entscheidung für die Betroffenen hat, haben wir mit Bernd Mesovic, Pressereferent des Fördervereins Pro Asyl gesprochen.

Die Frage, ob die "Geduldeten" schon jetzt eine Aufenthaltserlaubnis bekommen, oder erst, wenn sie einen Job haben, klingt sehr technisch. Was bedeutet sie für die Betroffenen?