Zum mittlerweile siebten Mal fand der Schwarzmarkt jetzt in Berlin statt. In insgesamt sechs Runden wechseln sich 100 Experten an 40 Einzeltischen ab und geben ihr Wissen zum Thema "Mobilität" weiter.

Frau Hurtzig, wie wählen Sie Ihre Experten aus?

Mir geht es weniger darum, die 100 wichtigsten Intellektuellen einzuladen, die zu den 100 wichtigsten Themen etwas zu sagen haben, als neue Themen zu schaffen und unterschiedliche Menschen zusammenzubringen. Das ist mit viel Aufwand für uns verbunden. Wir wählen jeden einzelnen Experten persönlich aus.

Unterschiedliche Menschen zusammenbringen? Das Publikum scheint aber eher homogen zu sein. Sind nicht vor allem junge und ohnehin schon gebildete Besucher hier?

Etwa 40 Prozent der Gäste gehören tatsächlich zu einer bestimmten Szene. Aber die Mehrheit der Menschen hier ist mir völlig unbekannt. Das ist immer so. Außerdem hängt das Publikum sehr vom Thema ab. Heute geht es um Mobilität, da sind einige illegale Flüchtlinge dabei, auch ältere Menschen und Sozialarbeiter. Den heutigen Abend halte ich für einen großen Erfolg. Es ist propenvoll. Dadurch verliert die Veranstaltung ihren Kunstcharakter. Es ist mehr ein Markt als eine Installation und das gefällt mir.