In zwei Sätzen: Was ist Vorratsdatenspeicherung?

Das ist der Plan, die Telekommunikation der gesamten Bevölkerung ohne Anfangsverdacht aufzuzeichnen. Das betrifft fast eine halbe Milliarde Menschen in der EU.

Politiker argumentieren, diese Maßnahme diene der Sicherheit. Jeder fühlt sich gern sicher.

Sicherheit ist seit Jahren die Standardbegründung für alle Überwachungsmaßnahmen. Aber es gibt eine Studie des Bundeskriminalamtes darüber, wie viele Straftaten in den vergangenen Jahren nicht aufgeklärt wurden, weil Daten über das Telekommunikationsverhalten der Verdächtigen gefehlt haben. Das sind so wenige Fälle, dass sich die Aufklärungsquote durch die Vorratsdatenspeicherung nur unwesentlich steigern ließe. Der Preis dafür ist aber, dass die private Kommunikation der gesamten Bevölkerung mitgeschnitten wird.

Was ist daran so schlimm?