Ich habe vor kurzem einen Artikel gelesen, in dem stand, dass Israel eines der umweltbewusstesten Länder sei. Aber mir fällt es schwer, das zu glauben. Ich glaube nicht, dass die Zustände hier furchtbar sind – aber ebenso wenig glaube ich, dass alles ganz super ist.

Vielleicht hat es etwas mit unserem öffentlichen Nahverkehr zu tun, der ziemlich gut organisiert ist und von vielen, vielen Menschen genutzt wird. Das liegt aber daran, dass Autos und Benzin sehr teuer sind.

Israel und Jordanien arbeiten zusammen, um das Sterben des Toten Meeres zu bremsen. Sie kooperieren bei der Entsalzung von Meerwasser, denn Wasser ist in beiden Ländern ein knappes Gut.

Das Recycling könnte hier besser sein. Zwar werden Flaschen und Papier getrennt, doch niemand wird bestraft, wenn er das nicht tut. Aber das sind nur meine persönlichen Betrachtungen aus Jerusalem. Ich kann nicht für alle Städte sprechen.

Mohammed, Iran

Meine Stadt (Isfahan) zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern an. Die meisten sind Iraner. Sie kommen, weil Isfahan eine historische und sehr saubere Stadt ist. Der Fluss führt klares Wasser. Die Gemeinde kümmert sich sehr um die Müllentsorgung, Umweltverschmutzer werden bestraft: Autofahrer, die Müll aus dem Fahrzeug werfen, müssen zum Beispiel 10 Dollar Bußgeld zahlen.

Viele arme Menschen fahren in die Stadt, um Kunststoff, Papier, Stahl und Aluminium an Recycler zu verkaufen. Auch wenn das im Grunde keine gute Sache ist, hilft es doch, die Stadt sauber zu halten.