"Ich muss dich mal was fragen", sagt B und bleibt plötzlich stehen. Der Strom an Sonnenbrillen, Kampfsportkinderwagen und Rassehunden zieht an uns vorbei, ein bisschen langsamer jetzt. Ich sehe einen blonden Stachelkopf, der an Frau und Kinderwagen vorbei einer Langbeinigen in Röhrenjeans hinterher stiert. Ich habe Lust, ihn zu fragen, warum er damit wartet, bis der Kopf seiner Frau im Kinderwagen verschwunden ist. Warum er Frau und Kind nicht gleich zu Hause lässt, der ganze Englische Garten stünde zum freien Gaffen zur Verfügung. Aber das würde Diskussion bedeuten, womöglich gar Sex- oder Sportschauentzug - den Stress ist der kurze Kick dann doch nicht wert.

"Was denn?", frage ich.

"Wie machst DU das denn: Wie verhältst du dich in einer Runde von sagen wir mal Arbeitskollegen, also Leuten, mit denen du langfristig auskommen musst, mit denen du dir im Grunde aber nichts, also wirklich gar nichts zu sagen hast, die du im Gegenteil abstoßend findest, weil sie den ganzen Tag nur heiße Luft blubbern, das aber vor Selbstbewusstsein strotzend und in einer Lautstärke, dass man es eine Etage drüber noch hört..."

"... wo der Chef sitzt..."

"... und sich über seine MOTIVIERTEN Mitarbeiter freut..."