Das Klanguniversum der Art-Rocker von „...And You Will Know Us By The Trail Of Dead“ ist ähnlich komplex wie ihr Bandname, der gemeinhin mit „Trail of Dead“ (oder auch: „Tod“) abgekürzt wird. Einfache Songs finden sich selten auf ihren Alben.

Fast immer bauen sich die Stücke behutsam auf, um dann in ein Gitarrenfinale auszubrechen. Begleitet wird das Ganze von diversen Instrumenten und Referenzen aus der Musikgeschichte. So entsteht ein epischer Charakter, der gewollt ist. Seit über zehn Jahren gehören sie damit nun schon zur Speerspitze des amerikanischen Rocks. Mitte Februar erscheint nun ihr neues Album „The Century Of Self“.

Gegründet wurde die Band von Conrad Keely und Jason Reece in Texas. Doch angefangen hat alles in ihrer Jugend auf Hawaii. Dort gründeten die zwei Freunden die erste Band. In seiner Kindheit hatte Reece ein Faible für R´n’B und Motown Sound. Das lag an dem Einfluss seines Vaters, der mit Barack Obama zusammen auf die Highschool gegangen ist. Er diente im Vietnam Krieg. Um den Leiden dieses Krieges zu entkommen, begann er sich zuzudröhnen – und musste, bevor er damit begann, eine wichtige Entscheidung treffen: wollte er Bier trinken und Countrymusik hören mit den Weißen? Oder Marijuana rauchen und Motown hören mit den Schwarzen?

Jason Reeces Vater entschied sich für Motown. Zum Glück, denn sonst würde „...And You Will Know Us By The Trail Of Dead“ womöglich viel weniger komplexe Musik machen – und Reece statt episch instrumentiertem Artrock Banjo spielen.

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