Wir sitzen nebeneinander, beide ein Geduldsspiel in der Hand, zwei Stücke Metall mit Haken und Ösen, die man voneinander trennen soll. Man weiß, es ist möglich und deswegen mag man nicht aufgeben. Wir stöhnen, seufzen, ächzen, fluchen, mehr aber nicht, die Spiele erfordern unsere gesamte Konzentration.
Zwanzig Minuten später habe ich meine beiden Teile getrennt und halte sie strahlend hoch, eins links, ein rechts und in der Mitte mein Grinsen.

- Wie hast du das hingekriegt? will sie wissen.

- Ich habe keine Ahnung, sage ich.

Ich versuche die Teile wieder zusammenzubekommen, doch es gelingt mir nicht.

Sie lacht.

- Du probierst rum, machst mal so, dann wieder so, dann versuchst du es anders, dann glaubst du, logisch denken, würde dich weiterbringen, dann versuchst du es mit mehr Konzentration oder damit einfach ruhiger zu sein oder nicht so ungeduldig, irgend eine Taktik verfolgst du andauernd und auf einmal klappt es überraschend und du freust dich. Als könntest du tatsächlich etwas dafür. Als hättest du irgend etwas begriffen.

Wahrscheinlich, ist das ganze Leben so, sagt sie.