Ihr erinnert euch vielleicht an meinem Text vom Freitag. Wenn nicht,
dann schnell mal hier nachlesen. Ich erzählte von einer Frau, die mir
in einem Club mal ein Bier ins Gesicht schüttete.

Ein paar Stunden, nachdem die Kolumne online war, machte ich mich auf den Weg zu einem Dj-Booking in Ravensburg. Kurz bevor ich anfing aufzulegen, kam eine Frau auf mich zu, und es entwickelte sich folgender Dialog:

"Hallo Markus. Es hat mich ganz schön durcheinander gebracht, dich in
der ganzen Stadt auf Plakaten zu sehen. Na ja, wie auch immer, ich
wollte mich nur bei dir bedanken, denn du bist der Grund, dass ich
zwei wunderbare Kinder habe."

Ich zuckte kurz zusammen. Natürlich war ich mir sicher, dass diese Kinder nicht von mir sind, für einen Moment dachte ich allerdings, dass sie sie mir anhängen will. Da sie diesbezüglich aber keine Anstalten machte, war klar, dass sie von einem anderen Mann sind. Also weiter:
"Aha? Das freut mich zu hören. Wie alt sind sie denn und wie heißen sie?"

"Luis und Julius (Namen natürlich geändert, Anm. d. A.), sie sind zwei
und fünf Jahre alt."
"Und wie heißt du?"
Entgeisterter Blick ihrerseits.
"Was?! Sag bloß, du weißt nicht mehr, wer ich bin?!"
"Ehrlich gesagt nicht. Haben wir uns schon mal gesehen?"
"Ja."
"Wann und wie oft?"
"Einmal. Vor acht Jahren."
"Tut mir echt leid, daran kann ich mich beim besten Willen nicht mehr
erinnern. Wo war das?"
"In Düsseldorf. Ich bin die, die dir monatelang geschrieben und dir in diesem Club ein Bier ins Gesicht geschüttet hat."