Vielleicht hat er aus diesem Grund unter dem Alias "The Elected" ein Soloalbum aufgenommen, auf dem auch er sich einmal so richtig ausleben darf. Die darauf befindlichen Songs vermitteln ein ausgesprochen romantisches Gefühl von Rastlosigkeit, weshalb sie sich perfekt für längere Autofahrten eignen, bei denen man sein Geld nicht bei "Tank und Rast" für schlechten Kaffee ausgeben möchte. Die Popsongs sind mit einem gehörigen Sinn für Schönheit zurechtgemacht und erinnern an die aufgehübschten Songperlen von Belle & Sebastian, My Latest Novel oder eben Rilo Kiley mit Sennett am Mic. Allerdings sind die Stücke trotz allem reichlich belanglos. Tatsächlich hören sich "The Elected" exakt so an wie Rilo Kiley – was daran liegen mag, dass er die meisten Songs von "Sun, Sun, Sun" geschrieben hat, während er mit seiner Hauptband auf Tour war. Und schon bei Rilo Kiley sorgt sein Gesang nicht gerade für uneingeschränkte Freude: Sennett leiert derartig vor sich hin, dass man beim Abhören der Platte gerne die Pause-Taste drücken möchte, um ein wenig zu verschnaufen. Doch Hilfe naht: Jenny Lewis hat zum Glück auch eine Soloplatte aufgenommen – mit wunderschönen Country-Pop-Songs. The Elected, "Sun, Sun, Sun" (Sub Pop)