Der Titel sagt es bereits: Zu uns spricht nicht der Pazifik-Surfer Jack Johnson, sondern „Curious George“. Wer das sein soll? Ein stummer Affe aus einem Hans-Rey-Cartoon aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Geschichte des Äffchens hat es nun auch auf die Leinwand geschafft, und Jack Johnson hat ihm mit den Soundtrack-Songs eine Stimme gegeben. Es ist also nicht besonders erstaunlich, dass Songs wie „The Sharing Song“ oder „The 3 R’s“ Kinderliedern gleichen. Tatsächlich verdienen insbesondere die Lyrics zu letzterem das Prädikat „pädagogisch wertvoll“. Bei Jack Johnson stehen die drei Rs nämlich für „reduce, re-use # recycle“ und sollen zu mehr Umweltbewusstsein anhalten. Textlich und musikalisch sind die Mitsing- und Wiegenlieder durchaus kindgerecht. Cartoon hin, Cartoon her: Bei solch infantilen Songs fragt man sich bei einem ausgewachsenen Riesenbaby wie Surfer Jack Johnson schon, was da schiefgelaufen sein mag. „Sing-A-Longs and Lullabies for the Film Curious George“ ist Jack Johnson für Zurückgebliebene. Allerdings tut man beim Kauf des Albums gleich eine gute Tat: Mit einem Teil der Einnahmen dieses Albums wird die Umwelterziehung an Schulen gefördert.

Jack Johnson and Friends, „Sing-A-Longs and Lullabies for the film Curious George“, (Brushfire / Universal)