HipHop besteht nicht nur aus Bling-Bling, Bitches und einen auf dicke Hose machen. The Roots sind einer der Acts, die so etwas wie intelligenten HipHop machen. Auf ihrer neuen Platte "Game Theory" geht es nicht darum – wie inzwischen allgemein üblich – stumpfe Sprüche zu klopfen und auf dem eigenen Plattencover mit einer möglichst dicken Knarre zu posieren, sondern wird sich kritisch mit der heutigen Welt und der eigenen Regierung sowie deren Politik auseinander gesetzt: "Livin’ in a new World" wird sich zum Beispiel mit der drohenden, immer realer werdenden schönen neuen Welt auseinandergesetzt, "False Media" handelt von der verzerrenden Darstellung der Medien. Verpackt werden diese gesellschaftskritischen Beobachtungen in einen leicht verdaulichen, smoothen und souligen HipHop-Sound. Trotz der schwierigen Texte kommt die Crew aus Philly immer noch superlocker rüber und so qualifiziert sich "Game Theory" nicht nur als kopflastiges und schwieriges Album, sondern als ebenso tanzbar und positiv. Schön, dass The Roots mit diesem Album erneut wieder einmal beweisen, dass HipHop noch immer – und trotz besagter Dummschwätzer – Relevanz haben kann.

The Roots, "Game Theory" (DefJam)

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