Mates Of State verkörpern die pure Lebensfreude. Bei "Think long", dem Opener ihres neuesten Werkes "Bring it Back", klimpert fröhlich ein Keyboard eine einfache Melodie, Gardner steigt ein, singt scheinbar selbstvergessen irgendetwas vor sich hin, Hammel trommelt irgendwas und gibt dann auch noch unverständlich seinen Senf zu dem, was Gardner da so vor sich hinsingt, dazu. Extrem professionell, durchdacht und ausgereift klingt das zwar nicht, tight schon mal gar nicht. Trotzdem steckt eine verschrobene Schönheit in "Bring it back". Als Zusammenspiel kann man die Songs von Mates of State nicht wirklich bezeichnen, doch trotzdem haben sie durch ihre übersprudelnde Fröhlichkeit und Catchyness eine gewisse unwiderstehliche Anziehungskraft. Die beiden scheinen Spaß an ihrem lebensbejahenden Gejauchze haben und fordern einen indirekt dazu auf, aus vollem Hals mitzusingen. Man fühlt sich zurückversetzt in seine Grundschulzeit, als man ebenso uncool wie unwissend war und im Religionsunterricht begeistert alle götterglorifizierenden Hymnen mitgesungen hat. Schlicht und einfach nur schön.

Mates Of State, "Bring it back" (Cooperative / Rough Trade)

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