Mal klimpert eine Harfe durch einen Song, mal ist es ein in den Vordergrund drängender Diskobeat, mal eine Triangel, die das Gesamtbild eines Tracks zerstören. Supersystem kommen aus Washington DC und seit den Innovationskünstlern The Make-up und Q And Not U wird in dieser Stadt glücklicherweise nicht mehr nur Hardcore-Geschichte geschrieben. Supersystem reihen sich nahtlos in die Reihe genau oben genannter Bands ein. 70er-Jahre-Orgeln treffen auf Bongotrommeln und wirre, jedoch amüsante Lyrics. In "Joy" wird zum Beispiel mit der Personifizierung seelenloser Objekte gespielt, in "The Lake" wird sich doch tatsächlich mit der Beschreibung eines solchen aufgehalten. Selbstverständlich führt eben dieser See auch ein ziemlich reges Eigenleben. Seltsam – ja. Jedoch fügen sich gerade diese merwürdigen Texte perfekt in die verfrickelten und verworrenen Soundgefüge der Band ein. "A Million Microphones" wurde zwar scheinbar von einer Meute an Verrückten produziert, doch die Weirdo-Schiene funktioniert ganz hervorragend.

Supersystem, "A Million Microphones" (Touch and Go)

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