Die Ähnlichkeiten sind nicht von der Hand zu weisen: Die Mitglieder von Milburn sind zwischen 18 und 20 Jahre alt, gerade mit der Schule fertig. Mit fröhlichem Pop geht es voran. Man will Spaß und man will ihn schnell. Doch müssen gewisse Regeln eingehalten werden. Lollipops, Kinobesuche und die ein oder andere Jugendsünde in Form eines Rausches sind erlaubt, dann ist aber auch schon wieder Schluss. Man orientiert sich an den Altersgenossen, um die ungeschriebenen Regeln der Coolness nicht zu sehr auszureizen. Schnell und ungestüm spielt man Gitarre, aber nie zu leidenschaftlich. Immer kurz vor dem Absprung kratzen Milburn die Kurve und brechen nie aus den Konventionen des traditionellen Popsongs aus. Refrain folgt auf Strophe folgt auf Refrain. Tatsächlich: In jedem Song hört man die Arctic Monkeys durch. Zwar fehlt es Milburn an Originalität, doch ist "Well well well" eine nette kleine Platte. Und auch wenn die Arctic Monkeys die bei weitem besseren Milburn sind, machen sie doch Spaß – wenn auch nur innerhalb gewisser Grenzen. Milburn, "Well well well" (Mercury / Universal)

Diese Woche im Tonkopf

Mizt Jute und Plastik - Chumbawamba sind demütig geworden

Harte Gitarren - Die Deftones lassen Fetzen fliegen

Mit Pauken und Trompeten - My Chemical Romance machen Stadionrock

Drüber reden? - Der Tonkopf hat hier im Forum seinen Platz

Nach Hause - Zuender. Das Netzmagazin