Folgende Kriterien sollte „He poos Clouds“ erfüllen: 1. Eine Ansammlung an Stücken, die alle acht Dungeons-and-Dragons-Schulen repräsentieren sollen. 2. Alle sind für Stimme und Streichquartett geschrieben. 3. Niemand, der die Stücke gehört hat, soll jemals wieder Gedanken an Selbstmord haben. All diese Ziele – so seltsam sie auch sein mögen - hat Pallett auf „He poos Clouds“ auch erreicht. Darauf finden sich sinfonische Songs, Violinen-Wunderkind Pallett setzt Streicherquartette, Klavier, Cembalo, Chorgesang und Percussion ein. An Selbstmord denkt dabei niemand, eher tatsächlich an Rollenspiele à la Dungeons and Dragons . Damit inszeniert sich Pallett freiwillig als ultimativer Rollenspiel-Nerd mit Musikerausbildung und flüsternder Fistelstimme. Fast möchte man „Final Fantasy“ in die klassische Musik einordnen, und könnte er nicht auf seine Erfahrung als Arrangeur bei Bands wie Arcade Fire zurückgreifen, würde er auch definitiv in dieser Sparte verschwinden. Durch seinen Indie-Background wird er allerdings zum zwar seltsamen, jedoch auch interessanten Nerd-Außenseiter. Spannend wäre, wie Pallett seine Streicherarrangements auf seiner derzeitigen Tour live umsetzt.

Final Fantasy, „He poos Clouds“, (Tomlab)