Unschön allerdings, wie er zurück ist. Der Mann war ja mal groß: „The Coming“, sein Mittneunziger-Debüt als Solokünstler, hätte eindrucksvoller nicht sein können. „Woo-Hah!! Got you all in check“ machte ihn zum weltgrößten MC, nach dem nichts mehr kommen konnte. Es kam auch nichts: Schon die Titel der folgenden Alben „When Disaster strikes“ und „Extinction Level Event“ wiesen in Richtung einer nach unten sich drehenden Spirale. Busta Rhymes' Bauch wurde dicker, das Portemonnaie erst recht, aber die Beats wurden dünner. Nun also „The Big Bang“, gegen das selbst das aktuelle Album der Rolling Stones den Komparativ im Titel vollkommen zu Recht trägt. Sicher: „Touch it“, die lange vor Erscheinen des Albums auf den Markt geworfene Single, ist ein großartiges Stück Musik, an dem die für die iPod-Werbekampagne verantwortliche Agentur eine ganze Menge Freude hatte. Der Rest des Albums ist aber schnell erzählt: „Get you some“ eröffnet mit unangenehm chaotischen Beats, „How we do it over here“ hat ein paar schöne Percussions, kann aber deutlich weniger als „Touch it“ und ist nur in puncto sex talk überlegen. Dann folgt etwas Philly-Sound („Been through the Storm“), ein vollkommen erratisches „In the Ghetto“ und ein paar lässig ins Mic gesprochene „Niggaz“ und „Bitches“. Man kann es nicht ändern: Man wünscht sich den heißen Scheiß von morgen sehnlichst herbei.

Busta Rhymes, „The Big Bang“ (Interscope / Universal)