Man kann verschiedene Theorien darüber aufstellen, warum ausgerechnet Robert Nesta Marley zum Aushängeschild des Reggae geworden ist. Wie kein anderer steht er für das Aufbegehren der Schwachen, Armen und Unterdrückten gegen die vermeintlich starken Unterdrücker, er verkörpert Hoffnung, predigte Liebe und versprach, daß wir Babylon eines Tages niedersingen werden. Das haben seinerzeit unzählige andere Reggaesänger auch getan, die sicherlich nicht alle schlechter waren, aber er ist ein Mythos geworden. Heute kann man unter seinen Hörern vom verkifften, hackysacktretenden, dreadlockigen, wollbemützen Kriegsdienstverweigerer bis hin zur sonnenbankgebräunten, den fingernagelmoden-folgenden, lipglossbeschmierten Friseurin so ziemlich alles finden. Möglicherweise ist das auch im Sinne der Ikone: One Love.

Eine Liebe, viele Frauen - Bob Marley hat so einige Söhne gezeugt, die heute ebenfalls Musik machen. Der jüngste ist Damian "Junior Gong" Marley, der ein Stück herausgebracht hat, das 2005 Reggeafans auf der ganzen Welt begeisterte: Welcome to Jamrock. Ein Track, der zurecht in jeder Tanzhalle hoch und runtergespielt wurde, ein langlebiger Hit, wie er im modernen Reggae äußert selten geworden ist.

Telefonieren bedeutet ja, daß man sich geistig an einem anderen Ort befindet als körperlich. Und seit es Mobiltelefone gibt kann man diese Möglichkeit nahezu uneingeschränkt nutzen. Aber die modernen Displays der Handgeräte bieten noch mehr Möglichkeiten.

Bei fast jedem Reggaekonzert kommt irgendwann der Augenblick, wo das Publikum aufgefordert wird, die Feuerzeuge hochzuhalten. Bei Damian Marley war es so, daß er sagte: If you don't have a lighter, put out your cellphone.

Irgend etwas Leuchtendes sollte halt in die Luft.