Geben wir es doch ruhig zu: Wir wollen nicht, dass es uns geht. Wir wollen Angst vor der Zukunft haben. Wir wollen den neuen Tag nicht loben, bloß weil wir leben, satt werden und kein Krieg herrscht. Wir wollen uns nicht freuen, dass wir gesund sind und es jede Menge gute Unterhaltung gibt auf dem Weg ins Grab. Wir wollen leiden und wir wollen, dass jemand anders schuld ist.

Oder wollen wir nur belogen werden? Oder uns beweisen, wie dumm wir sind?

In den Achtzigern ist der Wald uns im sauren Regen unter den Händen weggestorben und heute nur noch kahle Steppe, wohin man auch guckt in Deutschland. BSE-verseuchtes Rindfleisch hat bei unzähligen Familienmitgliedern die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit ausgelöst und die Verwandtschaft ist im Wahn gestorben. Wer überlebte bekam Vogelgrippe und damit war auch nicht zu spaßen.

Und nun wandelt sich das Klima. Brot wird es nicht mehr geben, das Bier wird nicht mehr schäumen, die Pommes werden giftig sein aufgrund des erhöhten CO2-Gehalts der Luft. In nur fünfzig Jahren könnte es soweit sein, so ein deutscher Agrarbiologe.

In fünfzig Jahren, viele von uns werden das noch erleben, und man sollte heute schon darunter leiden und sich Sorgen machen, um eine Zukunft, die möglicherweise so nicht stattfinden wird.